Lothar´s Homepage

1987 hatte ich auf meiner Anlage schon etwas mehr als 1900 alpine Pflanzen.80 % waren aus Samen gezogen. In vielen Nächten habe ich im Gewächshaus in kleinen Schalen ausgesät, pikiert und vereinzelt. Dabei waren auch 8 verschiedene Edelweißarten wie z.B. Leontopodium fauriei, hayachinense und shiroumense aus Japan. Nicht von all meinen Pflanzen habe ich Bilder gemacht .Wußten sie eigentlich ,dass das Edelweiß eigentlich aus den Steppen von Zentralasien stammt? Auch die kleinste Strauchrose –Rosa serrafina nur einige Zentimeter hoch stand auf meiner Anlage.Diese war ein Geschenk von Fritz Köhlein.  Auf meiner Neuseeland- Anlage standen viele Hebearten wie z.B. H.-epacridea, -cheesemanii, -raoulia, -deprussum und viele andere, die ich vom Pflanzenfreund Walter Meusel aus Chemnitz hatte. Auch hier standen 5 verschiedene Aciphylla´s, Celmisien und Hectorella. Auf dem Döllmerlein gab es über 30 verschiedene Sorten an Steinbrech (Saxifragen), viele aus dem Pflanzenbasar an der Karlsbrücke in Prag, aber auch Selbstgezogene und Ableger von Günter. Hier wuchs auch Silene acaulis und das Schneeedelweiß Leontopodium nivale aus dem Piringebirge.Ein besonderes Pflegekind war "Jankaea" heldreichii auf dem Döllmerlein.Ich hatte sie in Sphagnum und humoser Erde gepflanzt. Ihre filzige Rosettenblätter waren sehr empfindlich.Hier hatte sie sogar kleine Ableger geschaffen.Eine andere hatte ich im Alpinenhaus. Hier war die Aufzucht einfacher.
Auf einer anderen Anlage standen viele kleine Enzian- und Nelkensorten nebeneinander so z.B. Gentiana verna neben Dianthus alpinus, und Gentiana aucalis neben der herrlichen Dianthus pyrenaicus, aber auch die schopfige Teufelskralle Phyteuma comosum, der stengellose Enzian Gentiana clusii sowie Gentiana frigida aus der Hohen Tatra.
Auf einer anderen Anlage waren mehrere Sorten von Campanula, Sedum, Sempervivum, Primula, Androsace sprich Glockenblumen, Mauerpfeffer, Hauswurz, Primel und Mannsschild sowie vieles mehr. Im Alpinenhaus waren die Raritäten untergebracht. Raoulia mammillaris, Haastia pulvinaris, Dioysia aretioides, Campanula piperi, einige Lewisien, Eritrichium nanum und vieles mehr.
38 private Pflanzenfreunde in 18 Staaten. mit 21 Botanischen Gärten in Neuseeland, Amerika, Japan, England, Schottland, Italien, der damaligen CSSR und der UdSSR, Schweiz, Iran usw. stand ich in Verbindung und wir tauschten hochalpine Samen aus.
Meine Frau und ich machten Urlaub wegen Samensuche in den Karpaten, Rilagebirge, Kaukasus,Rhodopen und in einigen anderen Gebirgszügen des „Sozialistischem Ausland“
Ich war Mitglied in einigen Alpinen Clubs Amerikas, Kanadas, England, Schottland,
Japan, der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschlands.
Ich hatte Pflanzenfreunde aber auch in der DDR. So zum Beispiel Dr. Schummel aus
Merseburg, Gerd Stopp aus K-M-Stadt dem heutigen Chemnitz, dem Kunstmaler Günter Dührkop aus Lauscha, aber auch die Herren  Carl Wienke, Georg Kreckel, Tautenhain, Tretbar und mehrere Andere aus Suhl.
Wir tauschten alpine Samen aber auch Pflanzen untereinander aus. Günter nahm mich öfters in die Tschechei mit, wo wir Pflanzenfreunde in Prag, im Riesengebirge, im Altvatergebirge und in der Hohen Tatra trafen.
Besuch hatte ich zu DDR-Zeiten von Frau Muriel, eine 68 jährigen Pflanzenfreundin aus Medford USA, von dem Buchautor Fritz Köhlein und Freunde aus Chemnitz. Busweise kamen Pflanzenfreunde aus der Tschechei. Nach der Wende kamen westdeutsche Staudenfreunde auch in Bussen zu mir. Viele Freundschaften wurden geschlossen. Leider konnte ich keine Gegenbesuche mehr machen, die Marktwirtschaft forderte ihren Aufwand. Allmählich hatte ich immer weniger Zeit für mein Hobby. Nur noch Pflegearbeiten an der Anlage konnte ich durchführen.
Die Anlage besteht heute noch, aber es sind nicht mehr all zu viele Pflanzen zu sehen. Es muß Gras gemäht werden, das Unkraut von der Alpinumsanlage gezupft und ausgestochen werden. Es macht zwar immer noch viel Freude, aber es macht uns auch immer mehr zu schaffen. Das Alter lässt sich nicht mehr leugnen und fordert sein Tribut

              

2006                                      2009


01.09.2009





01.09.2009

Wir waren wieder mit Freunden in Suhl in unserem Garten. Gras wurde gemäht und Heu wurde gemacht. Herrliches Wetter hatten wir. Picknik machten wir auch. Mit den Schwiegereltern des neuen Wirtes haben wir uns angenehm unterhalten.

Wir haben uns aber entschlossen, dieses Grundstück  zu verkaufen. Inklusiv sind sehr viele deutsche und internationale Pflanzenbücher über alpine und hochalpine Pflanzen dabei.

Wer interessiert ist, kann sich telefonisch bei uns melden.

01522/9260540