Lothar´s Homepage

Warum sind wir 2004 nach dem Verkauf unserer Krinitzenstube an unserem Neffen, was im nachhinein ein großer Fehler war, nach Bad Kissingen gezogen.

Wir waren beide nach 34 jähriger Selbstständigkeit und über 50 jähriger Gastronomie  ausgelaugt und körperlich am Ende. Herzkrank, mehrere Herzinfakte mit Herzstillständen, Bypassoperation, mehrere Herzkateter mit setzen von Stents, beide Diabetes, Depressionen und einiges mehr, hatten uns bewogen nach Bad Kissingen zu ziehen, wo uns ärztliche Hilfe schnell und problemlos gewährt wurde. Außerdem ist Bad Kissingen eine wunderschöne Stadt mit einem milden Klima, welches uns sehr gut tut.

Nach fast 8 Jahren Bad Kissingen geht es uns wieder besser und gut.Trotz Herzinfakte, Stentoperationen und Herzstillstände, wollen wir aus Bad Kissingen nicht wieder fort.

Wir grüßen all unsere Freunde und Gäste, die uns über 30 Jahren die Treue gehalten haben.

Habt Euch Wohl, bleibt gesund und schön neugierig!

Alles nach Maß - Thüringer Klöße

Mein Name ist Lothar Anschütz

Ich wurde am 27.07.1937 in Suhl geboren. Meine Eltern waren Frau Erna Anschütz geb. Leipoldt Hausfrau geboren in Hirschbach und mein Vater war der Kellner Berthold Anschütz geboren in Waldau.
Ich wurde 1943 in der Lauterschule in Suhl eingeführt.1944 und 1945 besuchte ich die Grundschule in Hirschbach auf Grund der Kriegswirren .
Nach dem Krieg 1945 zogen wir wieder nach Suhl und ich kam in die Hohelohschule.
Während des Krieges bediente meine Mutter im Cafe Olympia und auf dem Ottilienstein in Suhl. Als mein Vater aus der Kriegsgefangenschaft heimkam arbeitete er erst im „Burghof“, wo auch mein Bruder Rolf die Kellnerlehre absolvierte, als Oberkellner. Mutter Erna hörte dann als meine Schwester geboren wurde, als Kellnerin auf und widmete sich ihrer Mutterschaft bis April 1949

1951 verließ ich die Hohelohschule und begann meine Kochlehre ebenfalls im “Burghof“ aber nicht mehr bei den Gebrüder Scholz, sondern schon in der staatlichen Handelsorganisation (HO) bei Küchenmeister Armin Stiehl. Die Verstaatlichungwelle raffte viele kleine und große Hotels und Gaststätten an sich, meistens nicht auf regulärer Weise und wir wurden als Lehrlinge in die gerade neugeöffneten HO - Lokale „delegiert“ Ich zog meinen Nutzen daraus, denn ich lernte bei sehr guten Küchenmeistern wie Stiehl, Redlinger, Zimmermann,Scholz, Patsak ,Schwarz, Stamminger und vielen mehr

     

Jungkoch 1954                   Altmeister 2000                       Rentner 2012

Im letzten Drittel des dritten Lehrjahres bekam ich meine erste Verantwortung mit Übernahme der „Hotel zur Post“ Küche in Suhl. Nach der erfolgreichen Prüfung arbeitete ich in mehreren Küchen als Koch und Küchenleiter wie in Mannheim, Oberhof, Schleusingen, Zella-Mehlis ,Suhl und in vielen mehr.
Im März 1960 legte ich in der Festhalle Ilmenau als damals jüngster Küchenmeister der DDR meine Prüfung ab und ab Herbst 1960 fing ich ein kombiniertes Studium an der Gastronomischen Fachschule in Leipzig an, welches ich auch 1963 erfolgreich beendete.
Während dieser Zwischenzeit übernahm ich die HO - Zentrale Vorbereitungsküche in Suhl, zusätzlich noch den Suhler Menüladen, bildete gleichzeitig bis zu 30 Lehrlingen aus, übernahm noch den berufspraktischen Unterricht der Köche vom Bezirk Suhl, war einige Zeit für die Berufsausbildung im Gewerkschaftshaus und in dem damaligen HO-Hotel Thüringen verantwortlich, führte mit meinen Erfahrungen den „Club junger Gastronomen“.

Ich hatte immer eine verständnisvolle Ehefrau  auf die ich mich 100 prozentig verlassen konnte, die aber auch „Ihren Mann stand“ im „Espresso“ am Tresen und in der Bonkontrolle, im Thälmann-Clubhaus“am Tresen mit der Fam. Manfred Ernst manchmal bis in den frühen Morgenstunden. Später arbeitete Sie auch im Menüladen in Suhl. Zusätzlich kamen für mich noch „Feuerwehreinsätze“ -HO- Gaststättenleiter im „Jungsgarten“, Kranken- Aushilfe als Küchenleiter in der „Freundschaft“, in der „Pille“,im „Burghof“, im „Waffenschmied“ im „Frieden“ in Schleusingen, Ratskeller Zella - Mehlis, „Cafe Hoffmann“ in Oberhof und wo noch alles.
Dieses „Schupsen“ war unplanmäßig und rührte her von einem mangelhaften Management der HO-Verwaltung. die nicht in der Lage war, Ordnung in Ihren System zu bringen und deshalb nahm ich meinen Hut und wanderte zu meinen Eltern ein paar 100 Meter aufwärts, zu der gerade in den „Geburtswehen“ liegenden Krinitzenstube. Hier war noch mehr Arbeit angesagt aber ich machte es gerne, denn zum ersten Male war ich ein freier Mann. Es gab weniger Lohn, aber ich machte es gerne, denn ich liebte meinen Beruf und auch meine  Eltern.

Ingeborg Anschütz geb. Walther und Lothar Anschütz am Tage ihrer Hochzeit Die Trauung fand in der Predigerkirche zu Erfurt statt. Gefeiert wurde im Spiegelsaal des "Erfurter Hofes" am 10. November 1956

 

               Der    Anfang ist gemacht .                      

 Auf dieser Wiese entstand die Krinitzenstube. Diese Aufnahmen entstanden 1958

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